Statt langer Monologe arbeiten wir mit Szenen von neunzig Sekunden, strukturiert als Anstoß, Entdeckung, Nachklang. Jede Szene beantwortet eine Frage und stellt eine neue. Wiederkehrende Motive verbinden Stationen zu einem stillen roten Faden. Dadurch entsteht Kohärenz ohne Zwang. Kurze Formen lassen sich aktualisieren, testen und ergänzen, ohne große Budgets zu verschlingen, und passen perfekt zu sparsamen Technologien, die nur dann aktiv sind, wenn sie gebraucht werden.
Große Schrift, kontrastreiche Typografie, leicht navigierbare Webinhalte, Untertitel, Audiodeskription und einfache Sprache erweitern das Publikum spürbar. Inhalte werden nicht vereinfacht, sondern klar strukturiert. NFC‑Verweise können direkt zur gewünschten Sprache führen. Tastatur‑ und Screenreader‑Tauglichkeit werden als Qualitätskriterium betrachtet, nicht als Zusatz. So wird Zugänglichkeit Teil der Gestalt und stärkt die emotionale Wirkung, weil niemand außen vor bleibt.
Mit Papierscreens, improvisierten Audios und menschlichem Nachtriggern lassen sich Reaktionen simulieren, bevor Elektronik fest verbaut wird. So erkennen wir zu starke Reize, unklare Hinweise oder unnötige Komplexität. Beobachtungen liefern Daten, die Konzept und Technik schärfen. Erst wenn Gänge, Sichtlinien und Pausen stimmig sind, folgt die robuste Umsetzung. Das spart Kosten, reduziert Abfall und schützt die erzählerische Idee vor technischem Selbstzweck.
Wir messen Aufenthaltszeiten, Wiedergabequoten, Abbruchpunkte und Rückmeldungen, jedoch anonymisiert und datensparsam. Erfolg heißt nicht möglichst viele Scans, sondern zufriedene Gesichter, ruhige Räume und freiwillige Vertiefungen. Kennzahlen dienen Entscheidungen, nicht Eitelkeit. Qualitative Notizen, kurze Interviews und Supporttickets ergänzen Zahlen. Daraus entstehen klare Prioritäten für Inhalte, Technik und Service, die Wirkung erhöhen und Übertechnik konsequent vermeiden.
Ersatzteile, Dokumentation, Updatepfade und Reinigungspläne werden von Anfang an mitgedacht. Module lassen sich austauschen, Inhalte remote pflegen, Sensoren kalibrieren. Wir planen Reserven beim Energiehaushalt und Luftführung für Geräte. So bleiben Installationen Jahre stabil, auch bei wechselnden Teams. Ein kleines, informiertes Betreuungsteam reicht, Newsletter helfen bei Änderungen, und ein offenes Ohr für Feedback hält das Ganze menschlich und anpassungsfähig.